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Business
16.05.2019

Kering muss zahlen

Der französische Luxusriese Kering muss tief in die Tasche greifen: In der Vergangenheit waren Vorwürfe gegen das Unternehmen laut geworden, die besagten, dass es seine Schweizer Tochtergesellschaft Luxury Goods International dazu benutzt habe, in Italien erzielte Gewinne zu einem niedrigeren und nicht rechtmässigen Steuersatz abzurechnen. Insbesondere ging es hier um Gucci, der in Italien ansässigen Marke, die Kering zum grössten Wachstum verholfen hat und dessen Büros Ende 2017 von italienischen Steuerfahndern durchsucht wurden. Kering sagte, es werde in diesem Jahr zusätzliche 897 Millionen Euro an Steuern und weitere rund 350 Millionen Euro an Strafen und Zinsen an die italienische Steuerbehörde zahlen. Die Strafen werden voraussichtlich zu einer zusätzlichen Steuerbelastung in Höhe von 600 Millionen Euro im Jahresabschluss 2019 und zu einem Abfluss von 1,25 Milliarden Euro in der Kapitalflussrechnung des Unternehmens führen.

Aylin Aslan